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Das wunderschöne Karwendelgebirge am großen Ahornboden in der Eng
Umland & Berge

Ausflugstipp für Familien: Der große Ahornboden

Diese Woche möchten wir euch einen tollen Ort im Karwendelgebirge für eine Wanderung mit Kind vorstellen: Den großen Ahornboden in der Eng. Wir waren schon mal dort, allerdings etwas später im September. Damals war es in München noch schön warm, die Wiese am Ahornboden war allerdings schon mit Schnee bedeckt. Diesmal wollten wir den Ahornboden noch gerne mit sommerlichen Temperaturen erleben. Wir empfehlen euch daher unbedingt vorab den Wetterbericht und am besten auch die Webcam am Ahornboden zu checken. Die Temperaturen können wirklich sehr von denen in der Stadt abweichen. Ihr findet diese auf der Homepage der Eng Alm: http://www.ahornboden.com/wetter/webcam/

Habt ihr schon mal vom Ahornboden gehört? Obwohl dieser Ort wirklich einzigartig in den Alpen ist, ist er bei vielen Leuten noch nicht sehr bekannt. Aber ist es der Rochtige Ort für eine Wanderung mit Kind oder gar Kleinkind?

Auf der direkten Website des Ahornbodens ist die Faszination dieses Ortes kurz und knapp zusammengefasst:

„Der große Ahornboden ist am Ende des Risstal. Es ist eine Hochebene. Sie befindet sich am Talende, wo rund 2000 Ahornbäume wachsen. Diese bekannten und alten Bäume befinden sich auf einer relativ flachen Ebene. Sie ist umgeben von den markanten und steilen Felsen des Karwendelgebirge.
Die Fläche auf denen die Ahornbäume wachsen, ist komplett mit Gras bewachsen. Dieser Gegensatz einer grünen Almwiese mit den großen Ahornbäumen und den kahlen grauen Felsen sticht sofort ins Auge und fesselt die Besucher seit Jahrhunderten. Dazu kommt noch die hohe Anzahl der Ahornbäume, die einzigartig in den Alpen ist. Der Ahornboden liegt auf einer Seehöhe von ca. 1200 Metern.“

Das Karwendel: Spektakulärer Ausblick auf den großen Ahornboden in der Eng

Das Karwendel: Spektakulärer Ausblick auf den großen Ahornboden in der Eng

Übernachtung am Sylvensteinspeicher

Wir haben mit unserem Wohnmobil am Nacht- Parkplatz am  Sylvensteinspeicher übernachtet, um schon mal ein gutes Stück Fahrt hinter uns zu bringen. Der Stellplatz liegt sehr idyllisch und versteckt am Waldesrand. Wir waren begeistert! Für 4 Euro kann man hier schlafen, für zwei Euro bekommt man frisches Wasser. Wer einen Schlauch im Wohnwagen hat, kann auch Grauwasser für weitere 2 Euro entsorgen. Es gibt eine Toilette, die eigentlich recht sauber war. Wir hatten leider etwas Pech mit den Nachbarn und mussten in der Nacht noch einmal umziehen. Der Parkplatz ist nicht überwacht. Es gibt natürlich Regeln, aber wenn sie niemand kontrolliert, kann es immer sein, dass sich Leute (leider) völlig daneben benehmen. Mit dem Platz an sich hatte das aber nichts zu tun, dieser ist wirklich sehr empfehlenswert! Ihr findet ihn hier: https://www.promobil.de/stellplatz/stellplatz-sylvenstein-stausee-588f1ee3721d54a52816021c.html

Anfahrt zum Ahornboden über die Mautstraße

Die Anfahrt über die Mautstraße zum Ahornboden zieht sich ein wenig, dafür ist es aber auch landschaftlich ein echtes Erlebnis dort hindurch zu fahren. Plant auch hier schon ein wenig Zeit ein. Wir haben auch ab und an Rast gemacht, die Natur genossen und ein bisschen am Flussufer mit unserer Kleinen gespielt. Die Mautstraße ist kostenpflichtig. Mit dem Wohnmobil haben wir 7 Euro dafür bezahlt. Der Parkplatz an der Engalm ist aber im Preis mit inbegriffen. Zu unserem Glück ist der Parkplatz wirklich sehr groß und wir haben ohne Probleme (am Wochenende) einen Parkplatz gefunden. Campen ist dort aber (leider) strengstens verboten.

Das Karwendel: Die wunderschöne Mautstraße von Hinterriß zum Ahornboden in der Eng

Das Karwendel: Die wunderschöne Mautstraße von Hinterriß zum Ahornboden in der Eng

Wanderung mit Kind zur Binsalm

Vom Parkplatz aus führt ein kleiner Weg durch die Wiesen zur Eng- Alm. Diese besteht aus mehreren Hütten. Hier gibt es nicht nur Kaffees und ein Restaurant, sondern auch einen Spielplatz und einen Bauernladen. Dieser Ort läd schon jetzt zum Verweilen ein. Man kann es sich hier gemütlich machen, den Ausblick auf die Bäume, die Wiesen, die gigantischen Felswände genießen. Die Geräuschkulisse wird von Kuhglocken untermalt, die hier überall herumlaufen und grasen. Ideal für eine Wanderung mit Kind oder Kleinkind!

Wir hatten uns für die Wanderung zur Binsalm entschieden. Diese war mit 2:15 Stunden und 440 Höhenmetern für uns genau das Richtige. Der Weg ist kinderwagen- tauglich, aber in einer Kraxe bestimmt angenehmer. Es geht steil hinauf, dafür hat man aber auch ständig einen tollen Ausblick auf das Tal und die Berge.

Für die richtige Vorbereitung und geeignetes Equipment lohnt es sich, einen kurzen Blick in unseren Artikel Tipps zum Wandern mit Kleinkind zu werfen.

Die Binsalm bietet dann alles, was man von einer netten Berghütte erwartet: Leckeres Essen, kühle Getränke und eine Terasse mit Plätzen in der Sonne. An der Seite gab es sogar einen kleinen Sandkasten. Wir waren hier sehr glücklich mit unserer Entscheidung. Von der Binsalm kann man noch weiter wandern, wenn man noch nicht richtig ausgepowert ist. 😉 Wieder hinunter geht es dann über den Rundweg weiter oder den gleichen Weg zurück, wie man auch gekommen ist.

Das Karwendel: Ausblicke beim Wandern auf den großen Ahornboden in der Eng

Das Karwendel: Ausblicke beim Wandern auf den großen Ahornboden in der Eng

Den restlichen Nachmittag haben wir dann an der Eng Alm verbracht. Die Kühe waren für unsere Kleine ein echtes Highlight. Im Anschluss ging es wieder (diesmal aber den kompletten Weg) zurück nach München.

Für einen Tagestrip als Wanderung mit Kind oder Kleinkind lohnt sich der Ahornboden auf jeden Fall, man sollte nur zeitig loskommen, wenn man sich dort nicht hetzen möchte. Wer kann, bleibt länger (zB in den Zimmern der Binsalm oder einer anderen Hütte des DAV) – dann ist es ohnehin ein toller Ausflug.

In diesem Sinne: Viel Spaß beim Wandern!

Der Rißbach an der Mautstraße zum großen Ahornboden in der Eng

Der Rißbach an der Mautstraße zum großen Ahornboden in der Eng

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